1.Adventsgruss vom Weihnachtsmarkt in Einsiedeln

Es ist wieder soweit: Einer der grössten und schönsten Weihnachtsmärkte der Schweiz, hat seit gestern geöffnet und lockt nun eine ganze Woche mit seinem weihnachtlichen Duft,  Grosse und Kleine Adventskinder an.

 Und obwohl ich den Winter ja nicht mag, so zieht es mich dennoch jedes Jahr in die Kälte auf den Weihnachtsmarkt. Ich bin einfach dem Duft von Lebkuchen, Waffeln, Weihnachtsguetzli und Glühwein verfallen. Es sind die schönsten Kindheitserinnerungen, die ich mit Weihnachtsmärkten verbinde. All diese kleinen, feinen Büdchen mit den netten Menschen, die Selbstgemachtes verkaufen, hat für mich eine Bedeutung. Sie sind für mich der willkommene Kontrast zu Kaufhäusern und Produkten aus Fabriken. Sie sind lebendig und haben Seele.

Vor dem Kloster Einsiedeln, welches eine beliebte Anlaufstelle für Pilger des Jakobsweg ist, reihen sich noch bis zum 08. Dezember, zahlreiche Stände aneinander. Für unsere kleinen Muckel, läuft der Samichlaus umher und verteilt Weihnachtssäckli.

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Auf einem kleinen Platz, unterhalb der Klostertreppen, stösst man unweigerlich auf den Frauenbrunnen. Durch 14 Roehren koennen die Pilger (und natürlich jeder andere auch) Wasser trinken, dem eine heilende Wirkung nachgesagt wird. Mister Wunderstolz meinte, man koenne sich beim Trinken was wuenschen – und Wünsche haben wir gehabt.

Schnell eine Bratwurst für die beiden Herren von der Pommesbude nebendran- und weiter gings.

 Zu meiner grossen Enttäuschung musste ich feststellen, dass die Foodstände, die wirklich geschmacklich Eindruck hinterlassen, deutlich abgenommen haben. Pommes und Bratwurst ist ja nun auch keine Lösung. Schade…sehr schade!

 Lediglich einen Stand mit Hausmacher Wurst-und Käsespezialitäten aus dem Glarnerland, konnte ich entdecken und bewundern.

 Schonmal Birnenbrot gekostet? Hier ist es möglich. 

Ein traditionelles Gebäck aus dem Schweizer Alpen- und Voralpenraum, mit einer Füllung aus gedörrten Birnen. Weitere Zutaten sind Orangeat, Zitronat, Koriander, Sultaninen, Baumnüsse, Anis, Nelken und ein Schuss Kirsch oder Wein.

 Zwischen gefühlten, tausend Kerzenbuden, habe ich zu guter Letzt noch einen Bäckerstand gesichtet. Jawohl! Backwaren! Und während sich Mister Wunderstolz prima über meine Unsicherheit lustig machte, ob ich dort fotografieren darf, habe ich dann heimlich ein Bildchen von den Leckereien gemacht. Ich bin einfach noch total unsicher, wie die Schweizer mit Bildern für einen Foodblog umgehen. Zumal ich noch keine Leser vorweisen kann. Schätze, dass muss ich noch rausfinden.

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Mailänderli? Hmmm…. Habe schweren Herzens keine mitgenommen, weil die nämlich meine nächsten Selbstgebackenen werden.

Ein paar Stände weiter, hat ein geschäftstüchtiger Schweizer, Nussknacker verkauft und als persönliche Marketingstrategie einen Riesentisch voller Nüsse offeriert, die man selber knacken konnte.

 Haben wir gemacht.

Alles in allem, ist es natürlich immer noch ein sehr schöner Weihnachtsmarkt. Die Stimmung ist gut, die Menschen freundlich und der Ort dort in 800m Höhen, hat etwas Zauberhaftes an sich.

Aber in meinen Augen und im Vergleich zum letzten Besuch vor 3 Jahren, hat es an Qualität des Angebotenen verloren. Mir fehlen schlichtweg Stände mit liebevoll Gebackenem zum Mitnehmen (ausser den Einen, den ich fast am Schluss entdeckte). Auch, hätte ich mir ein bisschen mehr Innovation bei den angebotenen Schätzen gewünscht.  Gibt doch so tolle Ideen, was und wie man selber herstellen kann. Zudem sind die Preise enorm hoch.

Ich wäre fast verführt zu behaupten: Kennste einen Weihnachtsmarkt- kennste alle. Aber so leicht geb ich die Hoffnung nicht auf.

Der Nächste wartet bestimmt.

Und vielleicht – ja vielleicht, bekomme ich dort ein bisschen meiner Kinddheitserinnerungen ausgebaut.

Wie habt ihr euren 1. Advent verbracht?

Lots of x-mas-taste,

Euer Frl. Wunderstolz

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